Architektur

Domtürme

Domtürme

Die massiven Domtürme behielten über all die Jahrhunderte ihre mittelalterliche Form. Nur das Portal wurde 1681 durch eine Säulenrahmung mit Giebel und eine Korbiniansfigur in der Nische darüber barockisiert.

 

 

Hauptportal

Hauptportal

Das Hauptportal zwischen Vorhalle und Langhaus, ist zusammen mit der Krypta der einzige noch sichtbare Teil des romanischen Dombaus, der nach dem Brand von 1159 entstanden war. Die Figuren an den Aussensäulen zeigen links Friedrich I. Barbarossa (+1190) mit einem Bischof (wahrscheinlich Bischof Otto I., der Onkel Barbarossas oder Bischof Albert, der Erbauer des romanischen Doms), rechts die Frau des Kaisers, Beatrix von Burgund (+1184). Unterhalb der Kaiserin Beatrix ist eine in Stein gehauene Kröte zu erkennen, ein Fruchtbarkeitssymbol. Dies ist ein Hinweis zur Entstehung des Portals: 1164 ist das Geburtsjahr des ersten kaiserlichen Sohnes.

 

Johanniskirche

Johanniskirche

Nach dem verheerenden Brand Mitte des 12. Jahrhunderts wurde die Johanniskirche neu gebaut. Sie ist in ihrer gotischen Form bis heute erhalten geblieben und wurde nicht barockisiert. Sie gehört zu den ersten Werken der Gotik in Altbayern.

 

 

Benedictuskirche

Benedictuskirche

Die Benedictuskirche wurde mit der Einführung der strengen Benediktinerregel für dü Domkloster errichtet. Seit dem Beginn des 12. Jahrhunderts wurde dieser Ort auch als erstes Grab des hl. Korbinian verehrt. Domprobst Otto von Maxlrain ließ 1347 die heutige Kirche erbauen. Als Kirche des Domkapitels war die Benedictuskirche ein geistiger Gegenpol zur Johanniskirche, die als bischöfliche Hofkapelle 20 Jahre vorher gebaut worden war. Bunte Glasfenster kamen im 14./15. Jahrundert hinzu; davon ist heute nur noch das Hauptfenster erhalten. Das spätgotische Langhausgewölbe ist ein Werk des Münchner Meisters Jörg von Halspach, des Erbauers der Münchner Frauenkirche.

Maximilianskapelle

Maximilianskapelle

Aus der dunklen romanischen Krypta sieht man bereits in den hellen, hohen Raum der Maximilianskapelle, die 1710 durch Fürstbischof Johann Franz Eckher von Kapfing erbaut wurde. Bedeutende Künstler jener Zeit waren am Entstehen beteiligt: Viscardi, Wolf und Liechtenfurtner. Das Geschichtsbewusstsein Eckhers sah den Bau der Maximilianskapelle als Wiederherstellung der ursprünglichen Domkirche, die der Überlieferung nach vom hl. Maximilian im 3. Jahrhundert errichtet wurde. Mariä Geburt ist Thema des Altares; die Nischenfiguren sind die Heiligen Korbinian, Bonifatius, Rupert und Maximilian - frühe Glaubensboten in Altbayern.

Johann-Nepomuk-Kapelle

Johann-Nepomuk-Kapelle

Johann Nepomuk, Generalvikar in Prag, wurde 1729 heilig gesprochen und zum Patron von Bayern, Österreich und Böhmen ausgerufen. Egid Quirin Asam gestaltete den Altar der Johann-Nepomuk-Kapelle mit den Stuckfiguren der drei hl. Johannes: des Täufers, des Evangelisten und des Johann von Nepomuk. Die goldene Fensterrosette über dem Altar ist das göttliche Licht, zu dem der hl. Johann Nepomuk aufschaut.