Diözesanmuseum Freising





Das Diözesanmuseum Freising liegt auf dem traditionsreichen Domberg in unmittelbarer Nachbarschaft zum Mariendom. Es besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen christlicher Kunst und macht in einem spätklassizistischen Gebäude mit etwa 20.000 Objekten beinahe 2000 Jahre künstlerischen Schaffens im süddeutschen Raum anschaulich.

In die Anfänge christlicher Kunst, die durch Liturgie und Verehrung geprägt sind, führen mittelalterliche Schatzkunst und liturgisches Gerät, Elfenbeinarbeiten und byzantinische und russische Ikonen. Unter den Kunstwerken des Freisinger Domschatzes ragt vor allem das kostbare Lukasbild heraus, eine Marienikone aus Konstantinopel.

Das Museum beherbergt eine Fülle hochrangiger mittelalterlicher Werke: Tafelbilder und Skulpturen aus spätgotischen Flügelaltären, seltene Tonplastiken, Glasmalereien oder religiöses Gerät wie Reliquiengefäße und Beckenschlägerarbeiten. Die Sorge um das eigene Seelenheil führte zu zahlreichen Stiftungen, die Suche nach Gott zu Andachtsbildern für die mystische Versenkung. Friedrich Pacher, Jan Polack, Erasmus Grasser oder Hans Wertinger, Hans Leinberger und Lucas Cranach waren die tonangebenden Meister ihrer Zeit. Sie sind mit bedeutenden Werken im Museum vertreten.

Im Barock kam es zu einer reichen Kunstproduktion, die bis heute die Lebensfreude der Menschen widerspiegelt. Meisterwerke dieser Epoche, Skulpturen von Johann Baptist Straub, Ignaz Günther und Gemälde von Giandomenico Tiepolo oder Johann Christian Winck geben einen Einblick in die immer wieder geformte, lichterfüllte Hoffnung auf ewiges Leben. Vor den Porträts der Brüder Asam finden sich die Besucher Auge in Auge mit den berühmten Schöpfern der Barockisierung des Domes im 18. Jahrhundert.

Werke des Klassizismus, der Romantik und des Historismus zeigen die gestalterische Fülle des 19. Jahrhunderts. Fritz von Uhde, Gebhard Fugel und Karl Caspar stehen für den Wandel in die Moderne, der sich das Museum mit großer Aufmerksamkeit widmet. Werke von Arnulf Rainer, Rupprecht Geiger, Thomas Lehnerer oder die Lichtinstallation von Mischa Kuball regen dazu an, die enge Verbindung von Kunst und Kirche neu zu entdecken.

Wallfahrt, häusliche Andacht und geistliches Spiel haben eine Fülle liebevoll gestalteter Kleinkunst hervorgebracht. Die Sammlungen zur bayerischen Volksfrömmigkeit, wie Votivgaben, Rosenkränze, Andachtsgraphik, Klosterarbeiten, Bibelfliesen und Hinterglasbilder sind in ihrer Vielfalt und ihrem Reichtum wohl einzigartig. Im Untergeschoß befindet sich eine bedeutende Sammlung von Weihnachtskrippen aus Bayern, Böhmen, Tirol, dazu die Königliche Krippe aus Neapel sowie mehrere Szenen der ehemaligen Freisinger Domkrippe von Sebastian Osterrieder.

zur Webseite des Dommuseums / Diözesanmuseums / Dombergmuseums

Diözesanmuseum Freising
Domberg 21
85354 Freising
Telefon (08161) 4879-0
Fax (08161) 4879-25

info(at)dommuseum-freising.de
www.dommuseum-freising.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr, Sonderöffnungszeiten an Feiertagen

Information und Buchung von Führungen: (08161)-4879-0