
Die Dommusik
Die Freisinger Dommusik blickt auf eine lange Tradition zurück.
Um 900 entstand in Freising das Petruslied, der älteste bekannte geistliche Gesang deutscher Sprache.

Bischof Sixtus von Tannberg (Sixtus von Tannberg – Wikipedia) gründete 1484 eine eigene Domkantorei (Choralisteninstitut) zur würdigeren Gestaltung der Gottesdienste an der Bischofskirche in Freising. Etwa zur selben Zeit etablierte sich die Freisinger Hofkapelle, die ihre größte Blüte mit etwa 40 bis 50 Instrumentalisten und Sängern im 18. Jahrhundert erreichte.
Mit der Säkularisierung 1802/03 wurden Hofkapelle und Dommusik aufgelöst. Erst mit der Gründung des Priesterseminars 1826 wurde die musikalische Arbeit wieder aufgenommen.

Von 1949-1969 wirkte der renommierte Domkapellmeister und Professor Max Eham (Max Eham – Wikipedia am Freisinger Dom. Eham setzte sich nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil maßgeblich für die Erneuerung der Kirchenmusik ein. Seine Werke gehören heute zum Standard-Repertoire vieler Chöre. Im Freisinger Dom ist seine Musik regelmäßig in Gottesdiensten zu hören.
In vier Jahrzehnten musikalischen Wirkens prägte Kirchenmusikdirektor Wolfgang Kiechle die Dommusik, er wurde 2016 in den Ruhestand verabschiedet.
Das Amt des Dommusikdirektors übernahm im August 2016 der gebürtige Südtiroler Matthias Egger. Domchor, die Schola und das Domorchester pflegen den überlieferten Schatz der Kirchenmusik auf möglichst hohem Niveau und machen die Gemeinde auch mit zeitgenössischen Werken vertraut.
In der musikalischen Nachwuchsarbeit engagiert sich die Dommusik mit der Domkantorei. Die 2010 gegründete Singschule wird von Matthias Egger und seiner Frau Verena Egger geleitet, Chorgesang, Einzelstimmbildung, Theorie- und Instrumentalunterricht bilden das Angebot.
